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1254 - 1517

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Spätmittelalter (1254-1517)

1255

Colmar tritt dem Rheinbund bei.

1256

Die Colmarer schlagen die Rufacher.

1258

Die Straßburger verbrennen die Stadt Selz.

1260

Neuweiler wird befestigt.

1261

Die Straßburger verbrennen das Dorf Kolbsheim und zerstören die Burg Haldenburg bei Mundolsheim.

1262
8. März

Der Straßburger Bischof Walther v. Geroldseck wird bei der Schlacht bei Hausbergen von den Straßburgern, geführt von Rudolf v. Habsburg, vernichtend geschlagen. Von der Herrschaft des Bischofs nun befreit, strebt Straßburg mehr und mehr dem Status einer freien deutschen Reichsstadt entgegen.
Mülhausen tritt der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei.

1269

Rudolf v. Habsburg zerstört die Burg Reichenstein bei Reichenweier.

1273

Rudolf v. Habsburg wird deutscher Kaiser.
Mülhausen wird Reichsstadt.

1275
29. August

Der vordere Münsterbau des Straßburger Münsters wird vollendet. Seitdem wird an diesem Tag die Kirchweih des Münsters gefeiert.
Die Stadt Sulzbach (bei Münster) wird befestigt.

1277
25. Mai

Bischof Konrad III. v. Lichtenberg legt den Grundstein zum Straßburger Münster.

1284

Der Straßburger Bischof erwirbt Niederehnheim.

1285

Aufstand in Hagenau gegen den Landvogt Otto v. Ochsenstein.

1286
Ostern

Aufstand in Colmar gegen den Schultheiß.
Lauterburg erhebt sich gegen Rudolf v. Habsburg, der die Stadt belagert und sie nach wochenlangem Widerstand einnimmt.

1290

Die Juden werden von Mülhausen vertrieben. Salomon v. Neuburg, der reichste von ihnen, wird ermordet.

1291

Die Stadt Reichenweier wird befestigt, durch den Grafen v. Horburg.

1293

Adolf v. Nassau verleiht der Stadt Mülhausen eine Charta.

1294

Der Straßburger Bischof kauft die Vogtei Markolsheim für 400 Mark Silber.

1298

Kaiser Adolf belagert Rufach. Sundheim wird verbrannt.

1299

Kaiser Albrecht I. verleiht der Stadt Markolsheim dieselben Privilegien wie die der Stadt Schlettstadt.

1307

René v. Burgund, Graf v, Mömpelgard befreit die Stadt Beffert (Belfort) von allen Diensten.

1308

Der Straßburger Bischof erwirbt Molsheim.
Die Rufacher verbrennen die Juden.

1311
8. Mai

Der Ritter Johannes v. Kalbsgassen und seine Schwester Phyna gründen das Phynenspital auf dem Breuschufer zu Straßburg gegenüber dem Thomasstift.

1318

Der Straßburger Bischof Johann I. baut ein Schloß zu Molsheim.

1320

Schlacht bei Oberschäffolsheim zwischen den Kaisern Friedrich dem Schönen und Ludwig V. v. Bayern.

1326

Erzherzog Albrecht der Hinkende nimmt Mülhausen ein und lässt die Stadt plündern.

1330

Der Straßburger Bischof Berthold v. Bucheck zerstört die Burg Hohenstein, wo Rudolf v, Hohenstein ihn gefangen gehalten hatte.

1332
20. Mai

Kampf zwischen den Zorns und den Müllenheims im Ochsensteinischen Hof zu Straßburg. Die Adeligen werden durch das Auftreten Burkardt Twingers überwältigt und der Stadt verwiesen. Straßburg gibt sich eine neue Verfassung, in welcher das bürgerliche Element das vorherrschende wird. Die meisten Rechte der früheren bischöflichen Burggrafen gehen an den Ammeister über. Burkard Twinger wird zum ersten bürgerlichen Ammeister.

1336

Kaiser Ludwig v. Bayern gewährt das Stadtrecht zu Brumath.

1337

1.500 Juden werden in Ensisheim und Rufach von Aufständischen getötet.
Ludwig v. Bayern verleiht der Stadt Neuweiler dieselben Privilegien wie die der Stadt Hagenau
Der Straßburger Bischof belagert Schlettstadt.

1338

Die Bewohner von Colmar und Schlettstadt verbrennen Pfaffenheim.
Die Rufacher verbrennen die Juden.

1345

Ludwig v. Bayern läßt Ingweiler ummauern.

1347

Karl IV. befreit Kaysersberg von allen Lasten.

1349  
14. Hornung

Die Colmarer, Schlettstadter und Straßburger Juden werden verbrannt, da man sie für die schwarze Pest für schuldig denkt. Die Seuche ging jedoch freilich weiter.

1354

Gründung des Zehnstädtebundes (Colmar, Hagenau, Kaysersberg, Landau, Münster, Oberehnheim, Rosheim, Schlettstadt, Türkheim, Weißenburg).
Karl IV. verleiht der Stadt Münster dieselben Privilegien wie die der Städten Schlettstadt und Colmar.

1355

Die Basler belagern die Burg von Illach.

1356
18. Oktober

Erdbeben im Elsaß.
Die Franzosen plündern die Abtei Pairis.

1357
15. Mai

Erdbeben zu Straßburg.

1358

Selz wird zur Reichsstadt.

1360

Französische Räuberbanden verwüsten die Straßburger Gegend.

1361
16. Juni

Der Mystiker Dr. Johannes Tauler stirbt im Gartenhäuschen des Nonnenklosters St. Claus in Undis zu Straßburg.

1365

Die Franzosen zerstören Geispolsheim.

1370

Die Straßburger zerstören die Hüneburg.

1384
25. Hornung

Der Straßburger Bischof Friedrich v. Blankenheim erhält den Titel eines Landgrafen des Unterelsasses. Die Straßburger Fürstbischöfe werden diesen Titel bis zur französischen Revolution tragen.

1385

Rosheim wird verbrannt.

1387

Kaiser Karl IV. verbannt die Stadt Schlettstadt wegen der Judenverfolgung durch die Stadt.

1388

Die Straßburger verbrennen Pfaffenhofen.

1389

Der Graf v. Liningen verbrennt Schiltigheim.
Die Verbannung Schlettstadts wird aufgehoben.

1397
18. Hornung

Großbrand in Straßburg:400 Häuser zwischen der Nikolauskirche und der Krütenau werden zerstört.

1415

Der Straßburger Bischof Wilhelm v. Dietsch wird von seinem Kapitel in Molsheim verhaftet.
Die katholischen Domherren der Stadt Straßburg ziehen sich nach Molsheim zurück.

1418

Molsheim kauft das Dorf Illkirch.

1420

Die Juden werden aus Reichenweier verjagt.

1439

Die Armagnaken stiften Terror durchs Elsaß; sie zerstören Epfig, belagern Hagenau.

1441

Die Mülhäuser belagern die Burg Freundstein.

1444

Die 30.000 vom französischen Kronprinzen angeführten Armagnaken verbrennen Kestenholz, St. Pilt und Geispolsheim, belagern Dambach, Oberehnheim, Rheinau und Mülhausen, nehmen Egisheim, Markolsheim, Niederehnheim und Herrlisheim ein und plündern die Mutziger Gegend sowie die Abtei Pairis, Rufach und Rosheim.
Die Straßburger verbrennen Schiltigheim, damit die Armagnaken sich dort nicht einquartieren können.

1445
16. März

Johann Geiler, genannt v. Kaysersberg, wird zu Schaffhausen (Schweiz) geboren.

1446
3. November

Aufgrund der Verteuerung des Weins infolge eines schlechten Weinjahres fängt man an, so der Chronist Daniel Specklin, in Straßburg Bier zu brauen.
Die Abtei von Münster wird verbrannt.

1448
21. Hornung

Die Straßburger erobern die Burg Nideck.
Die Schlettstadter erobern die Burg Herrlisheim.

1454

Der Herzog v. Zweibrücken nimmt Mutzig ein.

1456

Die Stadt Münster wird verbrannt.

1459
25. April

Der Werkmeister Jakubus Dotzinger, Baumeister des Straßburger Münsters, wird zum Großmeister der Freimaurer in Deutschland ernannt.
Die Adeligen werden zu Oberehnheim vom Stadtrat ausgeschlossen.

1466

Die Bewohner der Münstertales belagern und verbrennen die Burg Hoh-Hattstatt.
Johann Mentel gründet eine Druckerei in Straßburg.

1467

Die Boteburg zu Schiltigheim wird zerstört.

1468
24. Hornung

Johann Gutenberg Gensfleisch, Erfinder der Buchdruckerkunst, der in Straßburg an seiner Erfindung gearbeitet hatte, stirbt zu Mainz.

1474

Peter v. Hagenbach wird Landvogt von Karl dem Kühnen Herzog v. Burgund, der die oberelsässische Landgrafschaft, den Sundgau, den Breisgau und die Grafschaft Pfirt von den Habsburgern erworben hatte. Die Stadt Straßburg tritt der Liga gegen Burgund bei.

1476

Die Burgunder zerstören Petersholz, Thannweiler, Hohwarth und Hundsweiler.

1477

Karl der Kühne stirbt in der Schlacht bei Nanzig.

1480

Die Grafen v. Hanau erben die Herrschaft von Lichtenberg.

1481

Die Abtei zu Selz wird evangelisch.

1482

Verfassung des Straßburger Schwörbriefes. (Verfassung der Reichsstadt)

1490

Die Sulzer verwüsten die Burg Freundstein.

1493

Schlettstadter Bundschuh, Der von Johann Ullmann, einem ehemaligen Bürgermeister Schlettstadts und Nicolaus Ziegler angeführte Bauernaufstand wird im Keim erstickt. Johann Ullmann wird in Basel gevierteilt. Nicolaus Ziegler in Schlettstadt.

1501

Straßburg erwirbt das Dorf Schiltigheim.

1503

Die Sulzbacher Heilquelle wird entdeckt.

1507
16. März

Wilhelm v. Honstein wird durch den Erzbischof von Mainz, Ernst Herzog v. Sachsen, zum Straßburger Fürstbischof geweiht.

1510
10. März

Der Münsterprediger Johann Geiler v. Kaysersberg stirbt zu Straßburg.

Johann Geiler v. Kaysersberg

1515

Mülhausen erneuert die ewige Allianz mit den 13 Schweizer Kantonen.