| Französische
"Reunionen" (1648-1681)
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1659
16. Oktober
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Der Chronist Johann Wencker stirbt zu
Straßburg.
Er hatte eine Chronik des Dreißigjährigen Krieges verfaßt.
Frankreich besetzt Diedenhofen (Lothringen).
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661
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Frankreich besetzt Sierck, Saarburg und
Pfalzburg (Lothringen).
Turenne verbrennt Diemeringen.
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1662
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Die Abgeordneten des Zehnstädtebundes schwören in
Hagenau den Eid der Unterwerfung dem französischen König.
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1666
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Das während des Dreißigjährigen Krieges völlig
zerstörte Dorf Schweighausen bei Hagenau wird von
Schweizern und
einigen evangelischen Hagenauern neubesiedelt.
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1672
5. November
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In aller Herrgottsfrühe, um zwei Uhr morgens, zünden 13 französische
Brander auf Befehl des Prinzen v. Condé, der im Auftrage
Louvois'
handelt, die Rheinbrücke bei Kehl an. Acht Joche derselben gehen
in Flammen auf. Der Rat von Straßburg erhebt Klage gegen diesen
Akt der
Gewalttätigkeit bei Ludwig XIV., erhalten aber keine Antwort. Doch als
die Straßburger die Brücke wieder aufbauen wollen, verbietet ihnen dies
der König von Frankreich aufs förmlichste, da er in diesem Wiederaufbau
einen casus belli erblickt.
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1673
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Louvois besetzt Colmar, dann
Schlettstadt, Oberehnheim,
Rosheim, Münster,
Hagenau, Weißenburg
und Landau. Die Stadtmauern werden geschleift.
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1674
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Ingweiler wird zum Hauptquartier
Turennes.
Turenne nimmt Zabern ein.
Das Dorf Ohlingen (bei Kirrberg, Kreis
Zabern) wird zerstört.
Turenne belagert die Kehler Brücke.
Turenne zerstört Brumath.
Der französische General Marquis v. Vaubrun nimmt die
Burg bei Lembach
ein
Die Franzosen verbrennen Selz.
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4. Oktober
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Schlacht bei Enzheim zwischen den von
Turenne geführten
Franzosen und den vom Herzog v. Lothringen geführten
Kaiserlichen.
Die Brandenburger besetzen das Münstertal.
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29. Dezember
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Turenne schlägt die Kaiserlichen in der
Schlacht
bei Brunstatt.
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1675
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Die Lothringer besetzen das
Münstertal.
Zerstörung von Türkheim durch die Franzosen.
Turenne nimmt Rufach ein.
Turenne läßt Dachstein bombardieren und nimmt die Stadt ein.
Die Franzosen zerstören die Burg von Horburg.
Die Franzosen befestigen sich in der Burg von
Oberschäffolsheim.
Buchsweiler und Zabern werden besetzt.
Barr, Lauterburg, Diemeringen,
Colmar, Schlettstadt,
Oberehnheim, Rosheim,
Münster, Hagenau,
Bockenheim
(Saarunion), Weißenburg,
Landau und Benfeld
werden geschleift.
Die Burgen Hohenburg, Kleeburg,
Löwenstein, Frünsburg,
Fleckenstein, Falkenstein,
Altwindstein, Hohenfels,
Neuwindstein, Schöneck,
Greifenstein, Hohbarr,
Dagsburg, Hohlandsburg,
Hohnack und Engelsburg
u.a. werden zerstört.
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27. Juli
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Tod Turennes.
Ansiedlung von Franzosen in Deutschlothringen zwischen
Duß (Dieuze)
und Saaralben.
Der kaiserliche General Montecuculi belagert
Zabern.
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1676
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Der kaiserliche General Montecuculi belagert
Hagenau.
Die Franzosen vom Prinzen v. Condé verjagen ihn.
Die Österreicher nehmen Lauterburg ein und befestigen die Stadt.
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1677
16. September
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Der französische Marschall v. Créqui nimmt
Hagenau ein und
verbrennt es.
Der französische Marschall v. Créqui schlägt die
Kaiserlichen bei der Burg
Kochersberg (bei Neugartheim, Kreis Straßburg-Land). Die
Franzosen
zerstören die Burg.
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1678
15. Juli
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Der französische Marschall v. Créqui nimmt die
Stern- und Rheinschanze
bei Straßburg mit Gewalt ein und läßt sie abtragen, trotz der Neutralität
der Stadt.
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12. Oktober
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Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm v. Brandenburg
zieht feierlich mit seiner Armee in Straßburg ein.
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16. Oktober
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Marschall v. Créqui läßt um halb 11 von seinem
Lager in Wanzenau aus einen Kanonenschuß auf das
Straßburger Münster
abfeuern.
Die Franzosen verbrennen Lauterburg.
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1680
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Die Franzosen zerstören die
Burg bei Lembach.
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1681
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Der niederelsässische Adel schwört
Treue zu
Frankreich in Niederehnheim.
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29. September
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Der französische
Minister Louvois trifft in Illkirch ein, wohin die
Straßburger
Abgeordneten sich begeben müssen. Er erklärt denselben, dass die Stadt
Straßburg bis 7 Uhr abends ihre Unterwerfung anzeigen müssen,
widrigenfalls sie als feindliche Stadt angesehen und demgemäss behandelt
werden würde.

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30. September
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Die Kapitulation Straßburgs an
Louvois findet
statt. Unter Waffengewalt und Erpressung müssen sich die
Straßburger
unterwerfen.
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