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Autonomie (1911-1918)
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1911
31. Mai
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Elsaß-Lothringen erhält seine Landesverfassung

Elsässisches Fahnenlied
Sei gegrüßt, du unsres Landes Zeichen,
Elsaßfahne, flatternd froh im Wind!
Deine Farben, lieblich ihne gleichen,
Leuchten stets, wo wir versammelt sind.
Weiß
und Rot:
Die Fahne seh'n wir
schweben!
Bis
zum Tod
Sind wir treu ihr
ergeben!
Weiß
und Rot:
Die Fahne seh'n wir
schweben!
Bis
zum Tod
Ihr treu ergeben
Echt un recht, wie unsre Väter waren,
Wollen wir in Tat un Worte sein;
Unsre Art, wir wollen sie bewahren
Auch in Zukunft makellos und rein.
Sei gegrüßt...
Und ob Glück, ob Leid das Zeitgetriebe
Jemals bringe unserm Elsaßland:
Immer stehn in unentwegter Liebe,
Freudig wir zu ihm mit Herz und Hand.
Sei gegrüßt...
Laßt uns drum auf unsre Fahne schwören,
Brüder ihm vom Wasgau bis zum Rhein:
Niemals soll uns fremder Tand betören!
Treu dem Elsaß wollen stets wir sein!
Sei gegrüßt...
Emil Wörth
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1914-1918
der I. Weltkrieg. |
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Kamerad, nun
laß' dir sagen,
Kamerad, nun laß' dir sagen,
Kamerad, es ist schon Zeit!
Horch, die Trommel wird geschlagen:
Sei bereit, sei bereit!
Aus ist der Traum,
Es heißt marschieren,
Heißt sein weniges Leben verlieren,
Rot ist jeder Wolke Saum.
Rot, und das soll Tod bedeuten,
Kamerad, so denk' daran!
Gilt das allen jungen Leuten,
Ob der Bahn, ob der Bahn?
Was meinst du,
Wen wird es kerben?
Ist ganz gleich; wer da muß sterben,
Hat für immer seine Ruh.
Darum laß' die Sorgen springen,
Laß' die Trauer Trauer sein!
Hört der Wirt dein Silber klingen,
Bringt er Wein, bringt er Wein.
Zecher heran,
So lieb ich's eben;
Kamerad, wie süß ist das Leben,
Wenn man es noch leben kann!
Oscar Wöhrle
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