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Unabhängigkeit (1918) |
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1918
10. November
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Soldaten- u. Arbeiterräte bilden sich in Straßburg
(Jacques Peirotes), Colmar,
Mülhausen, Schlettstadt,
Hagenau, Schiltigheim,
Bischweiler, Molsheim,
Erstein
und Zabern.
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11. November
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Frankreich
erkennt de facto die Unabhängigkeit (Text des
Waffenstillstandes von
Compiègnes) an. Die Soldaten- u. Arbeiterräte wählen ein
Exekutivkomitee (Rebholz/Peirotes) und proklamieren die Republik
Elsaß-Lothringen.
Die rote Fahne wird auf dem Straßburger Münster gehisst. Der elsaß-lothringische
Landtag erklärt sich als Nationalrat und alleiniger Besitzer der
Volkssouveränität und ernennt einen exekutiven Verwaltungsausschuß
(Burger, Heinrich,
Imbs, Meyer, Pfleger und
Peirotes) dessen Präsident Dr.
Eugen Ricklin wird. Die Schwander/Hauß-Regierung tritt zurück.

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12. November
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Der Nationalrat erklärt Elsaß-Lothringen zum
souveränen Staat. Der Lothringer Block weigert seine Unterstützung der Regierung.
Ricklin tritt als Präsident des Verwaltungsauschusses zurück und wird
durch Jacques Peirotes ersetzt.
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15. November
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Frankreich ernennt einen Hohen Kommissar für Elsaß-Lothringen
(Verstoß gegen die Bestimmungen der Waffenstillstandskonvention).
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17. November
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Die französischen Truppen besetzen
Mülhausen.
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18. November
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Die französischen Truppen besetzen
Colmar, Rappoltsweiler,
Oberehnheim und Schlettstadt.
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19. November
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Die französischen Truppen besetzen
Metz.
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21. November
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Die französischen Truppen besetzen
Straßburg.
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22. November
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Frankreich annektiert Elsaß-Lothringen.
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Wär' es nicht möglich
Vater Rhein,
Wär es nicht möglich,
Daß Du gleich vor Basel
In den Süden gingst?
Statt hier den Graben auszuhöhlen
Der nichts trennt,
Nichts trennen kann
Weil nichts zu trennen ist?
Dieselben Felder
Dieselben Dörfer
Dieselbe Sprache
Was fehlt denn noch?
Denn Vormündern aber
Mußt Du sagen: Die Wacht
Am Rhein ist aufgelöst.
Wir können uns jetzt selber hüten.
Josef Bergel
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